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Seminar: Taijiquan von den Grundlagen bis zur Anwendung

 

Das Seminar ist sowohl für Anfänger als auch Fortgeschrittene geeignet und außerdem Stilübergreifend. Anhand der Basisübungen – Stehende Säule und Seidenübungen – werden die Grundlagen des Taijiquan vermittelt und im Anschluss in Anwendungen umgesetzt.

Meister Jan Silberstorff

Jan Silberstorff, Jahrgang 1967, interessierte sich bereits als Kind für die östlichen Kampfkünste. Im Alter von 18 Jahren begann er, sein Leben dem Taijiquan zu widmen, da er ahnte, hierüber zu seiner Berufung zu gelangen. 1989 bestand er die Prüfung des staatlichen Taiji-Trainers der VR China, wo er mehrere Jahre lebte. Er lernte als einer der ersten Ausländer im Ursprungsort des Taijiquan, Chenjiagou, und wurde 1993 der erste westliche Meisterschüler des Traditionshalters des klassischen Taijiquan, Großmeister Chen Xiaowang, und somit auch erster ausländischer Linienhalter in der 20. Generation.

Seminarinhalt

Wir wollen uns in diesem Seminar sowohl den Grundlagen widmen, als diese auch in Anwendungen umsetzen. Nach der statischen Übung in der Stehenden Säule wollen wir unsere Struktur in die Bewegung übertragen und das Bewegungsprinzip in den Seidenübungen erfahren. Die Umsetzung der Prinzipien erfolgt anschließen in Anwendungsübungen. Somit können wir in diesem Seminar ein breites Spektrum des Chen Stil Systems kennenlernen ohne ihre spezifischen Formen zuvor gelernt zu haben.

  • Stehende Säule – Zhanzhuang
  • Seidenübungen – Cansigong
  • Anwendungen – Fangshengshu

Daten

Datum: Montag 20.08.2018 von 18 bis 21 Uhr

Thema: Stehende Säule, Seidenübungen, Anwendungen

Preis: WCTAG-Mitglied / Nichtmitglied: 35,00€ / 40,00€

Anmeldung: Carmen Ruthenbeck, 0160/7216481, info@chen-style.de

Ort: Bremen – Pahuyuth Schule, Alfred-Nobel-Str.4, 28207 Bremen

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Mein Besuch in der Mönchsschule

Nachdem ich im Süden Sri Lankas in das neue Jahr getanzt war, suchte ich einen Ort etwas abseits des Trubels. Hierzu war ich nach Tissamaharama gefahren. Ein wunderbarer Ort in mitten von Reisplantagen. Bekannt ist die Gegend für ihre Nationalparks in denen die Besucher Elefanten, Leoparden und viele weitere Tiere beobachten können. Mich hatten die grünen Reisfelder und die Bäume voller Vögel oder zu anderen Zeiten auch Fledermäuse in ihren Bann gezogen. Inmitten dieser wundervollen Region liegt die Mönchsschule in Saliyapura, abseits des touristischen Trubels.

Am Morgen nach dem Frühstück hatte ich ein TukTuk bestellt, das mich abholte. Mit der unermüdlichen Hilfe von dem lieben Sujith erklärten wir dem Fahrer, wo ich hinwollte. Sujith begleitet das Projekt, der WCTAG hilft seit Jahren. Mit dem TukTuk düsten wir dann durch die Reisfelder. Je weiter wir uns von unserem Ausgangspunkt entfernten, desto häufiger hielten wir an und der Fahrer fragte Reisbauern und Kioskbesitzer nach dem Weg zur Mönchschule. Ich konnte bei der Wegfindung nicht helfen und habe deshalb auf meine Asienerfahrung vertraut, dass am Ende sich schon alles finden wird. Und so kamen wir nach einer guten halben Stunde Fahrt in der Mönchschule an. Hier wurden ich sehr freundlich von dem Mönch und den Lehrern begrüßt. Die Kinder haben zunächst einmal aus der Entfernung die Lage sondiert. Nach kurzer Diskussion, ob der Fahrer auf mich warten soll oder ich alleine zurück ins Dorf komme, fuhr der Fahrer zurück. Ich vertraute einfach darauf, dass sich schon ein Transportmittel finden würde.

Ich wurde zunächst mit Tee und Keksen im „Lehrerzimmer“ versorgt. Im Lehrerzimmer standen drei Schreibtische und ein Lehrer saß an einem Computer und übte für einen Sprachtest, um an einer ausländischen Schule unterrichten zu können. Einige der Lehrer sprachen gut Englisch und fragten mich zunächst über meine Reise in Sri Lanka aus und natürlich darüber, ob es mir hier gefiel. Zwischendurch steckte immer mal wieder einer der Jungs neugierig den Kopf durch die Tür oder das Fenster. Nach zwei Tassen Tee hatte ich genug von mir erzählt und wir begannen den Rundgang durch die Schule. Zunächst gingen wir durch die verschiedenen Klassen. Es war der erste Schultag nach den Ferien, weshalb überall die Stundenpläne besprochen wurden und noch eine fröhliche Unruhe herrschte. Nicht alle Kinder leben in der Schule, weshalb einige Kinder auch an diesem Tag in die Schule zurückkamen. Die Stimmung unter den Kindern war wie auch bei uns am ersten Schultag nach den Ferien. Alle freuten sich über das Wiedersehen und hatten sich viel zu erzählen. Ich stand mal vor der Klasse und erzählte, wer ich bin und saß mal auf einer kleinen Schulbank und guckte mir den Unterricht an. Die Kinder werden in buddhistischen Lehren unterrichtet, sowie in für uns klassischen Schulfächern wie Mathe und Englisch.

 

Einer der älteren Jungen zeigte mir einen kleinen Pavillon, den er gebaut hatte. Wir setzten uns in den Pavillon und unterhielten uns auf Englisch und mit Händen und Füßen. Einige der Jungs waren noch etwas schüchtern, insbesondere die Scheu vor der englischen Sprache schien sie zu hemmen. Nachdem ich versucht hatte Sanskrittexte nachzusprechen, verlieren die Jungs die Hemmungen, Englisch zu sprechen und wurden offener. Vermutlich waren meine Leistungen im Sanskrit nicht gerade überragend. Wir unterhielten uns darüber, was sie im Unterricht lernen und wie lange die einzelnen Jungen schon in der Schule waren. Dann kam das, was Jugendliche im Westen auch machen würden: Facebook Kontakte austauschen. Wobei wir alle kaum Internet inmitten der Reisfelder hatten und deshalb erst später einander hinzufügen konnten. Die moderne Technik ist hier zwar angekommen, aber ganz so selbstverständlich wie zuhause ist es doch noch nicht.

 

Schon war der Vormittag vorbei und es war Zeit Mittag zu essen. Die kleineren Kinder hatten schon gegessen und nun waren die älteren Jungen dran. Ich „musste“ in einem separaten Raum alleine essen. „Es wäre zu laut und unruhig in dem Essensraum der Schüler.“ Auch wenn ich protestierte, konnte ich die Lehrer nicht dazu bewegen, mich mit den Kindern essen zu lassen. Aus ihrer Sicht wäre es unhöflich mir keinen besonderen Platz zum Essen zu geben. Ich war Gast in diesem Land also nahm ich die Gastfreundschaft gerne an. Das Essen war lecker, aber viel zu viel für mich. Ich bemühte mich, ohne unhöflich zu sein, meine Gastgeber davon zu überzeugen, dass ich satt war. Nach dem Essen kam der Betelnuss Verkäufer durch die Hintertür und bot seine Ware an. Mir wurden die regionalen Unterschiede der Betelnussmischungen erklärt. In Sri Lanka wird die Betelnuss mit wenig Zusatzstoffen gekaut. Die Lehrer versuchten mich zu überzeugen auch etwas zu

probieren. Als Frau konnte ich mich hier zum Glück ohne zu probieren aus der Affäre ziehen. Für alle, die noch keine Betelnüsse probiert haben: Der Speichelfluss wird dabei extrem erhöht und bei ungeübten Touristen kann es durchaus passieren, dass der rote Saft beim Ausspucken nicht auf der Straße, sondern auf dem T-Shirt landet. So trank ich noch einen Tee und guckte den Männern beim Betelnuss kauen zu.

 

Ich weiß zwar, dass es pädagogisch sinnvoll ist, Bücher und Stifte zu verschenken, aber mit Süßigkeiten macht man Kinder zumindest kurzfristig glücklicher. Also gab ich nach dem Mittag Süßigkeiten für alle aus. Wir saßen in der Sonne und lutschten Bonbons. Und die Lehrer und der Mönch versuchten die Kinder zu überreden, mit mir ihr Englisch zu üben. Das klappte auch mittlerweile ganz gut. Ich stellte ihnen einfache Fragen und sie antworteten mir. Trotz aller Sprachbarrieren herrscht eine große Gastfreundschaft und Herzlichkeit.

Zum Abschluss machten wir noch ein Gruppenfoto und dann nahm mich einer der Lehrer auf dem Motorrad mit zurück in die Stadt. Am Ende findet sich doch immer eine Mitfahrgelegenheit in Asien.

Vielen Dank für die schönen Stunden.

Carmen


Zertifizierung für Krankenkassen

Durch die Zentrale Prüfstelle für Prävention (ZPP) werden in Deutschland Kursanbieter zertifiziert, welche Kurse im Rahmen der Gesundheitsprävention anbieten. Viele Krankenkassen haben sich hier zusammengeschlossen, somit ist ein zertifiziertes Angebot jetzt für die Mitglieder der meisten Krankenkassen nutzbar.

Zertifikat

Für den Kursteilnehmer bedeutet das zum einen das, dass Konzept des Kurses unabhängig geprüft wurde und das eine Teil der Kosten von der Krankenkasse im Rahmen der Prävention erstattet wird. Genaue Angaben zur Erstattungsregelung können entweder direkt bei der Krankenkasse erfragt werden oder auf der Homepage der jeweiligen Krankenkasse nachlesen werden.

Ich werde ab Januar solche Kurse anbieten. Bei Interesse könnt ihr Euch gerne bei mir melden.

Schöne Grüße,

Carmen


Kalligraphie

Kalligraphie-Seminar mit Chen Xiaowang

 

Ich hatte in China in den Parks schon viele Menschen gesehen, die auf den Wegen Kalligraphie übten.

Kalligraphie im Park

Jetzt wollte ich es auch einmal ausprobieren. Es sah für mich immer ganz einfach aus. Ich habe zwar befürchtet, dass es das nicht ist, aber ohne Versuch lässt sich das nicht herausfinden.

Zunächst erklärt Chen Xiaowang uns wie wir den Pinsel festhalten müssen. Der Pinsel soll ganz senkrecht in der Hand liegen. Ich verfalle immer wieder dazu, den Pinsel in meiner gewohnten Weise zu halten. Wobei ich schnell merke, dass es nicht gut funktioniert, wenn ich den Pinsel „falsch“ halte. Als erstes dürfen wir senkrechte und waagerechte Striche zeichnen. Chen Xiaowang zeichnet jedem von uns ein paar Striche vor und wir versuchen uns an seine Striche anzunähern. Gleich verfahren wir mit Punkten, die mir, auch wenn es sich vielleicht merkwürdig anhört, noch schwerer fallen als die Striche. Nach Kalligraphie Unterrichteinigen Grundübungen zeichnen wir das Zeichen für „Ewig“ hier sind alle acht Grundstriche enthalten. Wir sind immer darauf bedacht die Striche in der korrekten Reihenfolge aufzusetzen und zwischen weich und hart zu unterscheiden. Zumindest ich muss mich sehr konzentrieren und bin nach gut zwei Stunden ‚malen’ etwas erschöpft, aber um eine Erfahrung reicher.

 

 

 

 

 

Noch ein Zitat von Liang Qichao,

„Schreiben kommt ganz von der Kraft im Pinsel, ob die da ist oder nicht, das entscheidet, ob es ein gutes Zeichen wird. Und ob die Kraft da ist im Strich, das merkt man sofort beim Schreiben. “

… und da ist sie wieder, die Verbindung zum Taijiquan.

Hier noch ein paar Eindrücke von unserem Kurs.

 

 

 


Großmeister Chen Xiaowang in Salzburg

Ein unvergessliches Seminar mit Großmeister Chen Xiaowang ist zu Ende gegangen. Am Freitag Abend stehen drei Stunden „Stehende Säule“ und „Seidenübungen“ auf dem Programm. Zunächst erklärt Großmeister Chen Xiaowang geduldig Sinn und Zweck der Aufwärmübungen, welche wir anschließend gemeinsam machen. Wir entscheiden uns gemeinsam für die Variante „Small Warm Up“, welche auch über 30 Minuten dauern soll. Salzburg

Anschließend erklärt er häufige Fehler bei der „Stehenden Säule“. Zwei von uns dürfen hierbei als Modell zur Verfügung stehen. Ich habe das großen Glück und bin eine davon. Er fragt die Teilnehmer ob wir gerade stehen, was diese natürlich verneinen und korrigiert uns anschließend. Bei mir hat er die große Freude den Teilnehmern zeigen zu können, dass ich auch nach wiederholter Korrektur wieder in meine gewohnte Struktur verfalle. Ich habe mich wirklich bemüht stehen zu bleiben, um mich aufzubauen oder auch um Teilnehmer mit ähnlichem Verhalten zu beruhigen wird darauf hingewiesen, dass es normal ist, dass Korrekturen nicht lange gehalten werden können. Während wir zwei Modelle weiter in der „Stehenden Säule“ stehen bilden die anderen Teilnehmer Paare. Einer steht in der „Stehenden Säule“ und der andere versucht ihn dabei zu korrigieren. Aufgabe beider ist es die Hinweise die es zuvor von Chen Xiaowang zur Korrektur gab einzubauen. Anschließend geht Chen Xiaowang rum und korrigiert. Nach einer kurzen Pause wechseln die Paare und das selbe Spiel geht von vorne los. Am Ende stehen wir alle zusammen und Chen Xiaowang korrigiert nochmal.

Zum Schluss machen wir noch gemeinsam die „Kleinen Seidenübungen“ und die „Seidenübung mit dem Bein“. Erschöpft und glücklich gehen danach die Teilnehmer nach Hause. Ich bin auf jeden fall besonders glücklich und gefühlt auch besonders erschöpft wegen der zahlreichen Korrekturen. Ich schaffe es zumindest nicht mehr mit den anderen zum Abendessen und einen Absacker nach draußen, sondern gehe direkt ins Bett.

Bevor es Samstag zum Seminar geht dürfen natürlich die berühmten Marillenknödel im Café Bazar nicht fehlen. F.C.MarillenknoedelSo gibt es für einige Schüler vorher, statt einem ausgewogenem Mittagessen, zwei Marillenknödel. Mit Blick auf die Salzach ist dies eine perfekte Vorbereitung auf das Seminar. Marillenknoedel

Am Samstag steht der erste und zweite Teil der Laojia Yilu auf dem Programm. Nach einem „Small Warm Up“ starten wir gleich in die Form. Großmeister Chen Xiaowang steht vorne und wir laufen einige Male die Form gemeinsam. Anschließend stellt er erfahrene Schüler nach vorne und er klatscht und korrigiert an einigen Stellen. In der Pause zeigt er seine Kalligraphien und erklärt sie im einzelnen. Nach der Pause gehen wir den zweiten Teil der Form durch. Am Ende des Tages ist noch etwas Zeit für Fragen zu Bewegungsabläufen und Positionskorrekturen von Großmeister Chen Xiaowang. Gerne nehmen einige Schüler dies in Anspruch um einzelne Bewegungen von ihm erklären und korrigieren zu lassen oder auch Fajin Bewegungen zu verbessern.

Am Sonntag stehen dann Teil drei und vier der Laojia Yilu auf dem Programm. Als kleine Überraschung bietet Großmeister Chen Xiaowang nach dem aufwärmen an, wir könnten noch etwas in der „Stehenden Säule“ stehen und er würde uns korrigieren. Begeistert stellen wir uns auf und werden mit schönen Korrekturen belohnt. Danach gehen wir in gewohnter Weise den dritten Teil der Form durch. Am Nachmittag wiederholt sich das Training mit dem vierten Teil der Laojia Yilu inklusive „Stehender Säule“ nach dem aufwärmen. Am Ende des Tages ist wieder Zeit für Fragen. Nach einigen Fragen zu Bewegungsabläufen stehen insbesondere die Positionskorrekturen im Vordergrund. Jeder Schüler kann zwischen Suppe, Spagetti/Pasta und Pizza bei seiner Korrektur wählen. Dies ist der Code nach dem die Korrekturen eingeteilt sind. In einer Suppen Korrektur lässt es sich noch recht komfortabel stehen, in der Pasta fangen die Beine langsam aber stetig an zu brennen. Diese Korrekturen haben den Vorteil, das man sie zumindest einen Moment stehen kann. KorrekturDie Pizzakorrekturen führten bei den Schülern zu glücklichen Gesichtern und brennenden Beinen. Ohne seine Unterstützung konnten wir die Korrekturen nicht halten und auch so gaben wir uns alle irgendwann geschlagen, bzw. die Muskeln gaben nach oder doch der Geist. Egal wie. Korrekturen von Großmeister Chen Xiaowang sind wie Drogen, man will einfach immer mehr davon. Glücklich und mit schweren Beinen geht ein grandioses Seminar zu Ende.

Vielen Dank dafür an alle die zu diesem wunderbaren Wochenende beigetragen habe.

 

 


Großmeister Chen Xiaowang am Flughafen

Ich habe die große Ehre und darf den Großmeister Chen Xiaowang in München vom Flughafen abholen und mit nach Salzburg zum Seminarort nehmen. Doch etwas unruhig stehe ich um kurz vor 18:00 Uhr in München im Terminal 2 und warte auf den Flieger aus Zagreb mit dem Großmeister Chen Xiaowang. Das Auto ist vollgetankt, eine Flasche Wasser ist besorgt und ich bin entgegen meiner Gewohnheit pünktlich. Gegen 18:30 Uhr ist es dann so weit, der Großmeister Chen Xiaowang erscheint hinter der Absperrung. Nach anfänglichem zaghaften winken und dem Versuch seine Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen finden wir uns zusammen.

Ich erkläre ihm, das das Auto im Parkhaus steht und er sagt, „I follow you.“ War das nicht ansonsten andersherum? Völlig unkompliziert gelangen wir so zum Auto und auch sein großer Koffer ist schnell in meinem kleinen Auto verstaut. Die Fahrt mit dem Großmeister ist sehr entspannt. Ich fahre und wir plaudern nett. So unkompliziert habe ich mir das gar nicht vorgestellt. Ist es aber.

Am Chiemsee fahren wir dann in den Stau und entschließen kurzerhand was essen zu gehen. Dank freundlicher Hinweise einiger Passanten finden wir ein nettes Restaurant. Ich rutsche auf meinem Stuhl immer etwas hin und her, weil ich meinen unteren Rücken nach dem Tag im Auto gut spüren kann. Der Großmeister Chen Xiaowang fragt ob ich Probleme hätte und steht mitten im Restaurant mit mir auf um ein paar Lockerungsübungen zu machen. Leider werden wir vom Kellner unterbrochen der die Saiblinge für uns bringt. Laut Karte frisch aus dem Chiemsee. Wie auch immer, lecker waren sie.

Vom Chiemsee sind wir dann noch mal auf die Autobahn und die letzten Kilometer nach Salzburg gefahren. Beide sind vom Essen etwas schläfrig und wir schweigen. Dank des vorher besorgten Einfahrtcodes für die Linzergasse kann ich den Großmeister Chen Xiaowang bis vor sein Hotel bringen und in Claudias Hände abgeben, die das Seminar organsiert hat. Vielen Dank dafür.